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Barolo 'Vigneto Rocche' - DOCG 2005
Barolo von starker Spannkraft, dennoch klassisch proportioniert - die substanziellen Tannine bleiben ausbalanciert durch Alkohol sowie den festen, aber zugleich feinen Stoff. Die Aromatik erinnert an Tabak, Himbeere und Kaffee-Aromen. - gerardo.de
'Gorgeous, open aromatics lead to layers of silky-textured, opulent fruit in the Barolo Vigneto Rocche. A multitude of roses, flowers, black cherries and spices flow as this vibrant, pure Barolo blossoms on the palate with superb depth and definition. The only thing it needs is a few more years in the bottle.' - Wine Advocate
Der Winzer
Seit dem Ende der 80er Jahre sind die Weine der Corino's in La Morra für ihre herausragenden Qualitäten bekannt. In diesem Zeitraum fiel auch die Entscheidung, keinerlei Kunstdünger oder sonstige chemische Produkte mehr einzusetzen. Der Hektarertrag wird durch Ausdünnen stark begrenzt. Wie bei vielen kleinen Winzern im Piemont oder auch im naheliegendem Burgund, so profitieren auch Corinos Barolo Kreationen von der manuellen pigeage - kein Wunder, ist Winzerlegende Elio Altare selbst der Lehrmeister von Renato Corino. Die Gebrüder Giuliano und Renato Corino hatten schon immer ihre eigenen Ideen und Vorstellungen, wie das Weingut zu führen sei. Kein Wunder, dass ihr Vater zu Lebzeiten dafür sorgte die beiden Querdenker zusammenzuschweissen. Noch am Sterbebett verkündete er: 'Wenn ich gegangen bin - dann teilt das Weingut in zwei Weingüter auf!'. Im Jahre 2005 war es dann soweit, denn bevor sich die Brüder hoffnungslos zerstritten einigte man sich darauf zwei Weingüter zu schaffen. Den bis dahin eingelagerten Bestand an Wein, Fässern, Kellertechnik und Weinbergen gerecht aufzuteilen. - gerardo.de
Aus 'Die neuen Barolisti'
'Renato Corino, gebräunt, im schwarzen Trägershirt und mit Nike-Shuhen, stapft durch das Gras herüber. Ich habe ihn aus dem Weinberg geholt - der Spätfrühling ist die Zeit der 'trattamenti', der Rebbehandlungen, wenn der Winzer die gesamte Zeit in den Rebbergen verbringt, um die Basis für einen grossen Jahrgang zu schaffen. 'Momentan wachsen die Reben jeden Tag um ein paar Zentimeter', erklärt er, 'da gibt es natürlich viel zu tun.' Renato Corino ist 41 Jahre alt, Weinbauer aus Leidenschaft und auch Önologe des familieneigenen Gutes mitten in Annunziata, einem Vorort von La Morra. Der Grossteil seiner 17 Hektar Rebfläche liegt im Umkreis der Kellerei - eine Ausnahme im Barolo-Gebiet. Die Arbeit im Weinberg und im Keller ist Familiensache: Drei Generationen helfen mit, wenn es auszudünnen oder zu lesen gilt. Im Keller hingegen hat Renato die Alleinverantwortung, er sorgt dafür, dass alles optimal läuft, nicht nur beim Barolo, sondern auch bei Barbera und Dolcetto. Corino hat mit 13 Jahren begonnen, im Betrieb zu arbeiten. 'Wie die meisten Winzerkinder hier' lacht er. Seine wichtigsten Weine sind die vier Einzellagen-Baroli Arborina, Giachini, Rancaglie, Rocche dell'Annunziata und die Selektion Vecchie Vigne sowie ein Standard Barolo. Alle Weine reifen in Barriques. Nach seiner Philosophie gefragt, erklärt Renato Corino: 'Wir wolen einfach das Beste aus dem Terroir holen, das hier in La Morra überall verschieden ist. Die Unterschiede die man beim Degustieren zwischen den Weinen bemerkt, kommen aus dem Weinberg, nicht aus dem Keller.' - Die neuen Barolisti (Vinum)
Der Gambero Rosso schreibt
'Renato Corino prescht auf der Qualitätsstraße weiter mit beängstigender Geschwindigkeit voran. Als Antrieb dient ihm eine mehr als 20-jährige Erfahrung und ein Terroir, das sich bestens für die Produktion klassischer Langhe-Etiketten eignet. Zusätzlich befeuert wird er diesmal von einer optimal verlaufenden Saison. Sie schlägt sich im Barolo Rocche in einer schönen Lebendigkeit sowohl in der Farbe als auch in der Aromatik nieder, in der die französische Eiche eine vorzügliche Integrationspolitik gegenüber den Veilchennoten geleistet hat. Reichlich Saft lässt den eleganten, artikulierten, noch sehr jungen und von süßen Tanninen eingefärbten Geschmack anschwellen. Ein finessenreicher Dreigläserrecke. Feine Gewürz- und Blütennuancen adeln den Duft des Barolo Arborina 2004, während im Mund die Tannine zwar süß und fein ausfallen, sich aber aktuell arg in den Vordergrund drängen; lang und persistent der Abgang.' - Gambero Rosso
Zitat Elio Altare
'Warum sollte man lange Fermentation praktizieren, härtere Tannine erzielen, um danach die Weine zu schönen, um sie wieder in Balance zu bringen? Ist es besser, einen Wein zu erzeugen, der nach 20 Jahren besser ist als einen, der in seinen ersten 20 Jahren besser ist?' - Elio Altare
Zitat Jens Priewe
'Corinos Barolo besitzen den bezwingenden Charme eines Weines, der sich schon in den ersten Jahren mit großem Vergnügen antrinken läßt, der sich aber auch nach vielen Jahren noch frisch und ungezehrt präsentiert.' - Jens Priewe
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