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Historische Ursprünge
Reis gilt als die älteste Kulturpflanze der Welt, denn seit 12.000 Jahren ist Reisanbau auf unserer Erde bekannt, wie Archäologen in Südwestchina herausfanden. Somit dürfte der Reis aus dem Orient in Italien eingeführt worden sein. Obwohl die Griechen und Rmöer nichts von der Reispflanze hielten, hat diese sich auf der Appenin-Halbinsel durchgesetzt. Mit der Eroberung durch die Mauren bürgerte sich der Reis auch erstmals in Spanien ein und kam dann, vermutlich durch die Aragonesen, zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert ins reiche Neapel. Von dort aus führte der Weg weiter nach Norden, über die Toskana ins Piemont sowie in die Lombardei. Dort, wo man in der Poebene die besten Bedingungen für den Reisanbau vorfand, nämlich eine sichere Wasserversorgung und ein ausgeglichenes Klima.
Italienischer Reis
Die besten Reissorten für Risotto wachsen bei Novara im Piemont. In Italien teilt man Reis im allgemeinen in drei Kategorien ein: commune, semifino und fino. Fino eignet sich am besten für Risotto, weil die Körner die Flüssigkeit aufsaugen und trotzdem ihre Form behalten. Zur Kategorie fino gehören unter anderem Vialone, Razza und Arborio. Letzerer wird am meisten exportiert und ist deshalb im Ausland am leichtesten erhältlich. Obwohl das Piemont Norditaliens Reisquelle Nummer eins ist, kommt die klassische Methode der Risotto Zubereitung aus der Lombardei. Die Piemonteser Zubereitungsweise unterscheidet sich von den anderen Methoden dadurch, daß der Reis nicht mehr umgerührt wird, nachdem er einmal angeschmort ist. Das Ergebnis liegt in etwas zwischen Risotto und Pilaw. Bei der lombardischen Methode dagegen wird der Topf nicht geschlossen und der Reis umgerührt, bis alle Flüssigkeit absorbiert ist.
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