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Pfefferer Dolomiti Goldmuskateller - IGT 2009
Die Pfefferer-Traube gilt als eine der ältesten Rebsorten überhaupt, es handelt sich in der Tat um eine Variation der (Gold-)Muskateller-Traube. In Südtirol und im Trentino finden wir eine besonders interessante Art, die Pfefferertraube. Sie ist verhältnismäßig lang und teilweise doppelt geschultert; die Farbe der Beeren ist bei Vollreife gelb. Das Bukett der Traube ist würzig, sehr aromatisch, beides Merkmale, die man im Wein wiederfindet. Dieser überrascht die Weinliebhaber durch seine elegante, spritzige, jugendliche Art, sowie durch seinen ausgeprägten Charakter. - gerardo.de
Die Weinkellerei
Im Jahr 1960 gründeten 28 Weinbauern die Kellerei Schreckbichl, benannt nach dem gleichnamigen Weiler südlich der Stadt Bozen. Weitere Höfe in- und außerhalb von Girlan schlossen sich an. Heute bewirtschaften 290 Mitglieder mit über 300 Hektar die besten Weinbergslagen der Gegend. Die Weinberge im Bozener Becken geniessen tagsüber ein Mittelmeerklima, welches sich regelmässig im Talkessel ausbreitet und nachts ein frisches alpines Klima, aufgrund ihrer einzigartigen Position. Die Kellerei Schreckbichl gehört seit langem zu den Avangardisten unter Europas Kellereien. Unter der Federführung von Luis Raifer gelang es um 1970 herum die entscheidenden Weichen für die Qualitätssicherung in den Weinbergen und Kellern zu stellen, begleitet von einem griffigen Marketingkonzept. In einer konzertierten Aktion wurden die Mitglieder verpflichtet ihr Lesegut nach ganz konkreten Anforderungen anzubauen und anzuliefern. Von nun an zählte nicht mehr nur die abgelieferte Traubenmenge, sondern die genau definierte Qualität, welche in die Entlohnung der Weinbauern einfliesst und auch penibel kontrolliert wird. Am Ende stellte sich heraus, dass das Motto 'Gemeinsam sind wir stark' mit Leben erfüllt wurde. Man produziert erfolgreich Qualitätsweine, welche voller Individualität, erfolgreicher Sortenumstellung und Identität geprägt sind. - gerardo.de
Phänomen Raifer
Spricht man von Schreckbichl, so spricht man von Luis Raifer, er ist promovierter Agrarwissenschaftler und ein umtriebiger Botschafter des Südtiroler Weines. Keine andere Kellerei Italiens wird so stark mit seinem Leiter identifiziert. Die Gesellschaftsform Genossenschaft bleibt im Hintergrund, da man die Schreckbichler Weine eher einem Winzer zuschreibt. Die Genossen sind zufrieden, da Raifer ihre Ressourcen bündelt, die Produktionskosten und die Marketinganstrengungen kontrolliert. - gerardo.de
Die Qualitäts-Linien
Die Kellerei erzeugt in nunmehr drei Zeilen Weine. Die Klassische-, die Prädium-, die Cornell- und Lafoa-Linie sie sind ähnlich einer Pyramide aufgebaut. Die letzteren, also die renommiertesten Abfüllungen wachsen in angesehenen Weinbergen mit sehr begrenzten Erträgen. Die klassische Linie deckt mehr als die Hälfte der Produktion. Es handelt sich meist um Einzelsorten-Weine, so, wie sie in Südtirol lange heimisch und üblich sind. Mit der preiswürdigen Klassischen Linie gelang den Schreckbichlern ein großer Erfolg. Diese profitierte direkt von den Erfahrungen und Qualitätsanstrengungen der Prädium-Linie. Die Linie Prädium wiederum ist fast ein wenig verkannt, liefert sie doch in der Oberklasse sehr hochwertige und preislich moderate Weine. - gerardo.de
Der Gambero Rosso schreibt
'Das Beeindruckende am Abschneiden der Kellerei Schreckbichl alias Colterenzio ist nicht der Gewinn des x-ten Dreigläsersets durch den Cabernet Sauvignon Lafoa, sondern die hohe Durchschnittspunktzahl aller eingereichten Etiketten. Sie belegt das hohe technische Niveau, aber auch die wirtschaftliche Weitsicht der Verantwortlichen. Man hat begriffen, dass es immer schwieriger wird, auf den Märkten zu bestehen, und Qualität auf allen Ebenen daher eine unabdingbare Voraussetzung ist, um konkurrenzfähig zu bleiben.' - Gambero Rosso
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