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Prosecco Frizzante Superiore 'Bernardi' - DOCG 2009
Der Perlwein-Klassiker vom Familienweingut Pietro Bernardi - allen Modeerscheinungen zum Trotz. Ein Original schon zu der Zeit, in denen Prosecco noch völlig unbekannt war. Gekeltert zu 100% aus hochwertigen Prosecco-Trauben der hügeligen Kernzone - ohne den Zusatz von Ergänzungstrauben. Moderat schäumend, spritzig, duftig, frisch und nahezu trocken im Geschmack. Leichtes Strohgelb; subtiles, charakteristisches Bukett, mit den Anklängen an den Duft der Glyzinie, mild-fruchtiges Aroma; mild-trocken, angenehm voll, fruchtig, dezenzter Mandelton; feine, zarte, anhaltende Perlage. - gerardo.de
Die klassische Anbauzone
Grundsätzlich kommt echter Prosecco aus der Hügelzone zwischen Valdobbiadene und Conegliano. Das milde und ausgeglichene Mikroklima der südlichen Voralpen erlaubt in diesen Hügellagen eine konstant hohe Qualität, bei moderaten Traubenerträgen. Die klassische Prosecco-Zone ist sehr eng umgrenzt: Sie liegt im Dreieck zwischen den Orten Valdobbiadene, Vittorio Veneto und Conegliano. Im Süden grenzt die Zone mit ihren letzten Hügelausläufern, die bei dem Weingut Pietro Bernardi bei Susegana eine Art Kessel bilden, an den Fluss Piave. Die Pflanzungen sind auf den Hängen gegen Süden gerichtet, das sanfte und gemäßigte Klima der südlichen Voralpen wirkt sich günstig auf den Weinbau aus. Leider finden sich in der Neuzeit verstärkt Prosecco Produkte ohne genaue Herkunftsbezeichnung - die genaue Angabe 'di Conegliano Valdobbiadene' ist wünschenswert um echten Prosecco von anderen Perlweinprodukten zu unterscheiden.
Perlwein, der Unterschied
Perlwein entält etwa die Hälfte der Kohlensäure im Vergleich zum Schaumwein (Sekt), dadurch ist das Produkt von der deutschen Sektsteuer befreit, was einen Steuervorteil von 1,23 € p.Fl. ausmacht. Die Aufsichtsbehörde, in diesem Falle der Zoll, toleriert allerdings keine Grauzone, also keinen Kohlensäuredruck über 2,99 bar. In der Regel beläuft sich der Kohlensäuredruck bei Prosecco Perlwein auf etwa 1,5-2,5 bar.
Für Anfänger?
Prosecco frizzante [Perlwein] ist der Klassiker aus der Prosecco-Zone. Die Winzer haben bis in die Neuzeit die im Frühling neu entfachte Gärung für den Prosecco als Grundlage für den perligen Wein genutzt. Das ist sein Markenzeichen seit jeher. Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn Sie immer wieder einmal lesen, dass der Spumante [Sekt] der wahre Prosecco wäre und der Frizzante nur etwas für Anfänger, es ist vielleicht gerarde umgekehrt. Diese Behauptung stimmt weder mit der Entwicklungsgeschichte dieses Weines, noch mit seinen zarten, fragilen Aromen überein. Erst die Kellertechnik der Neuzeit erlaubt die Versektung des Prosecco. Dem Produkt wird dadurch die doppelte Menge an Kohlensäure zuführt, was am Ende im Verbund mit der Dosage, also die Zucker- bzw. Likörbeigabe, die gewünschte Geschmacksrichtung geben soll.
Aberwitzige Billigpreise
Der Erfolg des Perlweins war abzusehen. Die Nachfrage nach billigem Prosecco für Alle wurde nach dem bewährtem Discount-Rezept befriedigt. In der klassischen Hügelzone des Prosecco sind die Rebflächen und die Erträge pro Hektar streng limitiert und überwacht. Da der Anbau der Prosecco-Rebe grundsätzlich überall möglich und legal ist, kamen schnell neue Gebiete ausserhalb der DOC-Zone mit der Bezeichnung Prosecco IGT (Tafelwein) hinzu, insbesondere in den Flachlagen des angrenzenden Piave-Gebietes. Die Erntemengen pro Hektar erreichen dort leicht das Doppelte und mehr an Trauben pro Hektar, als die im DOC-Bereich erlaubten 120 dz/ha. Da die Prosecco-Rebe grundsätzlich eine starke Wüchsigkeit aufweist, ist deren 'Ausbeutung' zum Industriewein (Verarbeitungswein) ein Leichtes. Hohe Ernteerträge stehen nicht nur für billige Preise, sondern auch für mindere Qualitäten. Neben der optimalen Reife der Trauben sind richtige, also meist niedrige Erträge per Hektar, wichtige Faktoren. Die erlaubten DOC-Mengen von 120/dz ha sind keinesfalls aberwitzig niedrig, gesunde Böden und Rebstöcke leben hier im Einklang mit der Natur. Des Profites wegen werden Selbstschränkungen nicht gerne gesehen, denn man hört auch von Erträgen per Hektar, welche sich jenseits der 300 dz/ha bewegen.
€ 6,00 = € 8.00/l
0,75-L-Fl. · inkl. 19% USt · Preise ggf. zzgl. Versandkosten 
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