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Glossar: Barbaresco


Klassiker

Der Barbaresco kommt wie sein großes Vorbild - der weltberühmte Barolo - aus dem Nordwesten Italiens, genauer gesagt aus der Region Piemont. Außerdem werden beide Weine reinsortig aus Nebbiolo-Trauben hergestellt und anschließend in Holzfässern ausgebaut. Allerdings gibt es zwischen den beiden Weinen - nicht nur im Preis - deutliche Unterschiede, die zur Einzigartigkeit und Originalität beitragen.

Einer der Hauptunterschiede zwischen Barolo und Barbaresco ist die differenzierte Bodenstruktur. Die Böden des Barbaresco sind nährstoffreicher, was dazu führt, dass die Trauben nicht so viele Tannine bilden, wie es beim Barolo der Fall ist. Beide Weine haben ein charakteristisches Bukett, das an Rosen und Kirschfrüchte erinnert. Der Unterschied macht sich vor allem im Geschmack bemerkbar, die Tannine des Barbaresco sind nicht ganz so hart wie die des Barolo.

Betrachtet man die Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit, ist es schwer zu sagen, welche der beiden Zonen besser für die Nebbiolo-Trauben geeignet ist. Die Böden beider Zonen bestehen im Wesentlichen aus kalkhaltigem Mergel - ein kalkreicher Tonboden. Der im Boden enthaltene Kalk erhöht den pH-Wert, was jedoch dazu führt, dass die Trauben einen niedrigeren pH-Wert entwickeln. Dies führt zu einem leicht erhöhten Säuregehalt, der ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil für hochwertige Weine ist.

Wichtig sind auch die Regeln für die Reifung der beiden Weine. Wo für den Barolo ganze drei Jahre Lagerzeit vorgeschrieben sind, reichen für den Barbaresco bereits zwei Jahre. Ein Grund dafür könnten die höheren Tannine im Barolo sein, die eine längere Reifezeit erfordern. Der Reifeprozess ist aber nicht nur für die Glättung der Tannine verantwortlich, er verändert auch die Fruchtaromen im Wein erheblich.

Interessant ist auch die unterschiedliche Geschichte der beiden 'Brüder': Der Barolo ist eigentlich 50 Jahre älter als sein jüngerer Bruder und wurde im Jahr 1850 nach der Adeligen Marchesa di Barolo benannt. Damals, als der Barolo seinen berühmten Namen erhielt, war er allerdings noch ein anderer Wein als heute.

Der Barbaresco hingegen erblickte erst 1894 das Licht der Welt und verfolgte ursprünglich einen sehr ähnlichen stilistischen Ansatz. Beide Anbaugebiete litten erheblich unter der Reblauskatastrophe und produzierten während der beiden Weltkriege kaum Wein in nennenswerten Mengen. Vor allem Barbaresco war praktisch von der Weinlandkarte verschwunden. Erst kurz nach dem Zweiten Weltkrieg machte es sich ein Familienunternehmen namens Gaia zur Aufgabe, diesem Wein neues Leben einzuhauchen. Kurze Zeit später, im Jahr 1958, machten die Produttori del Barbaresco einen weiteren großen Schritt zur Erneuerung dieses Kulturweins. - Gerardo



Steckbrief
NameBarbaresco
ArtKlassiker

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