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Amarone | Weinklassiker & Superlativ

Amarone | Weinklassiker & Superlativ



Amarone ist trotz seines weltweiten Erfolges eine der jüngeren Weinerscheinungen Italiens: Der Amarone della Valpolicella stammt aus der einzigartigen Landschaft des Valpolicella, einer Gegend in Venetien. Für diesen opulenten Wein werden verschiedene Traubensorten selektioniert, darunter als wichtigste Sorte Corvina. Durch das besondere Herstellungsverfahren - das eintrocknen der Trauben - entsteht ein monumentaler Rotwein von Kraft und Fülle. Kaum ein anderer Roter verfügt über eine derart breite Aromenpalette und die Verkostung eines Amarone della Valpolicella stellt immer ein besonderes Ereignis dar.

Viele Weinfreunde sprechen den Namen 'Amarone' mit derselben Erfurcht aus, wie den hochwertiger Barolos. Ohne Zweifel hat der 'trockene Recioto' seinen Platz im Olymp der italienischen Weine verdient. In dieser Kategorie präsentieren wir neben dem klassischem 'Amarone della Valpolicella' auch solche, die sich laut Herkunft nicht so nennen, aber in punkto Herstellungsverfahren und/oder Geschmack dieselben Eigenschaften aufweisen. - Gerardo





 

Amarone | Weinklassiker & Superlativ



Rubinrot, zuweilen mit granatroten Nuancen, ein unglaublich komplexes Bouquet von Blüten, roten und dunklen, reifen Früchten, mitunter dominieren Pflaumen-, Kirsch- und Brombeernoten, dann wieder Konfitüre grüner Zitrusfrüchte, geröstete Haselnüsse oder mineralische Anklänge von Graphit und Schiefer, zudem Salbei und Lakritze, Vanille, Gewürze und schwarzer Pfeffer, Kaffee und Kakao. Am Gaumen dicht und konzentriert, weit ausladend, nachhaltig, elegant und faszinierend, mit vorherrschenden Noten von in Alkohol eingelegten Kirschen und angenehmen, charakteristischen Bittertönen, die dem Wein zu seinem Namen verholfen haben (amaro - dt. bitter). Der Amarone della Valpolicella ist der einzige, aus getrockneten Trauben erzeugte Wein, der auch zum Essen getrunken wird. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte ist der Amarone ein superlativer Wein, dem Kompromisse fremd sind: Entweder weiß dieser Wein zu begeistern, oder er wird abgelehnt. Seine Fans begeistert er - auf epochale Art.

Der Amarone ist unter allen großen italienischen Rotweinen der originellste, da sich dieser Wein nicht nur mit einer Zone - der Valpolicella - und einem Rebsatz aus den einheimischen Varietäten Corvina, Rondinella und Molinara identifiziert, sondern vor allem durch die Produktionstechnik, die die Antrocknung der Trauben vorsieht. Durch diesen arbeitsintensiven Prozess erhält der Amarone della Valpolicella seine herausragende und weltweit einzigartige Persönlichkeit. Die Produktionszone kann auf eine antike, önologische Geschichte zurückblicken, die drei Varietäten wurden im Laufe der Jahrhunderte selektioniert und die Methode zur Erzeugung des Amarone ist bereits mehr als 1.500 Jahre alt. Trotz dieser Weichenstellung wurde der Amarone della Valpolicella erst vor weniger als 50 Jahren erfolgreich verkauft.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg, beginnend im Jahre 1953 wurde der Amarone konsequent aufgebaut. Den Anfang machte ohne Zweifel das Haus Bolla, welches damals einen Recioto Amarone della Valpolicella genannten Wein auf den Markt brachte: Durch eine gezielte und konsequente, auf die überzeugende Appellation abzielende Marketingkampagne wurde der Amarone lanciert. Die übrigen Produzenten der Gegend verstanden das Potenzial dieses ihnen seit Jahrhunderten bekannten Weines nicht sofort. Die Verbraucher waren dabei keineswegs schneller: Erst am Ende des zweiten Jahrtausends erkannten sie den Amarone als einen der großen italienischen Rotweine an.

Wie Champagner wird auch der Amarone aus drei, wenn auch völlig unterschiedlichen Rebsorten komponiert: Corvina, Rondinella und Molinara. Dies ist dabei keineswegs die einzige übereinstimmung: In der Champagne wurde die Zugabe von Pinot Meunier über Jahre hinweg reduziert, da diese Rebsorte im Vergleich zu den anderen eine Schwäche im Rebsatz darstellt. ähnlich verhält sich hier das neue Disziplinar der DOCG-Appellation für den Amarone: Es erweitert die zugelassenen Rebsorten um einige Unterarten (wie z.B. Corvinone oder Oseleta) und legt die fakultative Verwendung der Molinara im Rebsatz fest. - Gerardo