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Barolo | Wein der Könige & König der Weine

Barolo | Wein der Könige & König der Weine



Der Barolo zählt zu den bekanntesten und langlebigsten Weinen Italiens und verfügt seit jeher über unangefochtenes Prestige. Diese Vorteile resultieren aus den verwendeten Nebbiolo Trauben, der einzigartigen Lage der Langhe Böden sowie der Fachkunst der Winzer.

Das beschränkte Produktionsgebiet umfasst die Gemeinden Barolo, Castiglione Falletto und Serralunga d'Alba, sowie zum Teil auch andere Territorien. Die Produktion untersteht der aufmerksamen Kontrolle des Schutzkonsortiums, welches sich auch um technologische Erneuerungen bemüht. Für den Barolo existiert seit jeher ein konstanter Verbraucherkreis, der einem Wein geneigt ist, der zum Nachsinnen einlädt. Eine Flasche Barolo stellt ein Geschenk dar, welches sowohl den Geber als auch den Empfänger ehrt. Eine Weise sich in Raffinesse zu identifizieren. - Gerardo



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Barolo | Wein der Könige & König der Weine



Barolo ist einer der großen, italienischen Weine. Durch seine Herkunft und seine damit verbundene, jahrhundertealte Traditionen ist er längst zu einem historischen Wein geworden. Durch seine außergewöhnliche Langlebigkeit und Haltbarkeit ist er ein überragender Wein. Barolo fasziniert aufgrund der besonderen Merkmale, welche er aus dem Boden schöpft, auf dem er gedeiht - sowie durch seine Jahrgänge, die immer wieder anders ausfallen. Es ist ein eleganter Wein durch seine ausgewogene Struktur und weil Klasse und Charakter ihm auch nach langer Zeit unverändert erhalten bleiben. Dieser edle und berühmte Wein des Piemonts ist die Krönung jeder Tafel.

Barolo ist stets von granatroter Farbe, duftet nach Rosen, Mandeln, Pfefferminz und Gewürzen, zudem nimmt man eine Anzahl weiterer Gerüche wahr, die von fruchtig bis komplex reichen. Sein Geschmack ist vollmundig, mit eleganten Nuancen von Geschmeidigkeit, Samtigkeit, Trockenheit und Wärme. Dieser Rotwein ist stets tanninbetont, in seiner Jugend noch streng, im Alter zunehmend milder. Barolo erobert den Gaumen mit Macht, Harmonie und Fülle und hält ihn für lange Zeit gefangen.

Wie alle heute als 'groß' betrachteten Weine der Welt, wurden die Merkmale des Barolo Anfang des 19. Jahrhunderts festgelegt und seine typischen Eigenschaften beschrieben. Dieses Werk verdanken wir einer Dame, der Marchesa Victurine Colbert Faletti aus Barolo, einer Verwandten des bekannten Franzosen Colbert, die einen Großgrundbesitzer dieser Gegend geheiratet hatte und Oudart, einen französischen Önologen, zum Leider der Weinkeller ihres Mannes berief. Dieser Önologe kannte die seit wenigen Jahrzehnten in Frankreich, vor allem in Bordeaux, angewendete Technik und änderte den bisher halbsüßen Geschmack des Weines und machte diesen trocken, langlebig, ausgewogen, alkoholhaltig und fruchtig.

Barolo Weine verfügen über einen relativ hohen Alkoholgehalt, sind stets trocken und ziemlich gerbstoffhaltig, dabei von mäßigem Säuregehalt, glyzerinhaltig, reich an Mineralsalzen wie Phosphor und Eisen. Der Wein ist reich an komplexen Düften und ist am Gaumen stets tanninbetont. Im Geschmack reicht die Bandbreite von fruchtigen Nuancen bis hin zu erdigen Noten, Waldmoos, Tabak und Leder. Mit der Zeit verleiht die präsente Säure der rubinroten Farbe granat- und orangerote Reflexe; die anfängliche Frische verwandelt sich in Fruchtigkeit, die Düfte werden intensiver und ätherisch, Gerbsäure und Glyzerin machen den Wein samtig, der Alkohol gibt ihm Feuer und Kraft. Vorherrschend ist der harmonische Beitrag all dieser Elemente zur Langlebigkeit des Barolo, zu seiner ständigen Verfeinerung, zur unveränderten Haltbarkeit, so daß der Verkoster seinen Geruchs- und Geschmackssinn mit diesem überragenden Rotwein voll und ganz befriedigen kann.

Barolo entsteht auschließlich aus Nebbiolo-Reben. Die Nebbiolo ist eine der ältesten, piemontesischen Rebsorten und wurde im 14. Jahrhundert auch 'Nubiola' genannt. Aus dieser enstanden im Laufe der Jahrhunderte durch Mutation und Selektion zahlreiche Spielarten. Diese Varietäten werden von der Bodenbeschaffenheit entscheidend beeinflußt und weisen unterschiedliche Merkmale auf, die größtenteils durch den Boden, in dem sie gedeihen, bedingt sind. Die Rebsorte Nebbiolo reagiert in der Tat äußerst sensibel auf das umgebene Terroir, so daß die aus ihr gewonnenen Weine in der überwiegenden Mehrheit nach ihrer geographischen Herkunft benannt werden.

Lampia, Michet (vom Dialektwort 'micot', kleines Brötchen), Rosé sind die offiziell registrierten Spielarten. doch man könnte ihnen noch zahlreiche weitere Sorten hinzufügen, so zum Beispiel San Luigi, Rossi, Bolla, welche heutzutage nicht mehr angebaut werden. Die Reben werden nach dem Guyot-System erzogen, wobei die Lebensdauer eines Rebstocks bei bis zu vierzig Jahren liegt. Das Anbaugebiet von Nebbiolo-Reben, aus denen Barolo gewonnen werden kann, wurde offiziell vom Landwirtschaftsausschuß in Alba festgelegt. - Gerardo