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Lambrusco | Secco oder Dolce?

Lambrusco | Secco oder Dolce?



Lambrusco, der trockene und perlende Wein aus der Emilia-Romagna ist einer der Klassiker Italiens. Der aus der gleichnamigen Rebsorte gekelterte, fruchtige Rotwein wird überweigend westlich von Modena in der Provinz Reggio Emilia hergestellt. Die Charakteristiken des Lambrusco Secco sind sein mild-lieblicher Geschmack, seine helle rubinrote Farbe sowie der feine und anhaltende Schaum.

Die rote Rebsorte Lambrusco ist hauptsächlich in der Emilia-Romagna beheimatet, aus ihr werden die beliebten Lambrusco-Weine gekeltert. Er ist ein hervorragender süßlicher oder trockener, durchweg süffiger, jedoch immer leicht schäumender Qualtäts- oder auch Tafelwein, jedoch nie ein Schaumwein. Die Weine haben trocken bis zu 15 g/l Restzucker, lieblich ca. 40 bis 50g/l Restzucker. Die Lambrusco-Weine werden jung getrunken.

Es gibt insgesamt vier DOC-Zonen. Lambrusco di Sorbara,: meist trocken, er hat einen hohen Säuregehalt. Lambrusco Grasparossa di Castelvetro: tanninreich und restsüß. Lambrusco Reggiano: er ist der mengenmäßig stärkste, er wird auch häufig als Frizzante rosso verkauft. Lambrusco Salamino di Santa Croce: das Gebiet mit der kleinsten Produktion, es liefert weinige und trockene Lambrusco und ist von hervorragender Qualität. - Gerardo

'Gibt es ein klares Indiz für die Renaissance des Lambrusco? Auf diesem Rebenterrain, das steht fest, erblüht parallel zur Tradition der mächtigen Abfüller-Händler eine neue Kultur.' - Gambero Rosso


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Lambrusco | Secco oder Dolce?



Ein treuer Gefährte in der Sommerhitze der Poebene, unersetzbarer Freund, bei den üppigen Gelagen in der Emilia, Partner bei tausend Gelegenheiten in Italien und übersee, in Europa und am anderen Ende der Welt, das ist dieser Perlwein, ein großzügiger und bescheidener Begleiter bei der Arbeit und in der Freizeit im 'Tal der Götter', wie das Po-Tal genannt wird, aber wegen seiner Fröhlichkeit gefragt in aller Welt, wann immer man in Freude und Ausgelassenheit ein Glas Wein trinken möchte, ohne Probleme, wenn es nicht bei einem Glas bleiben sollte.Es ist nicht einfach, über einen so populären, so echt italienischen, so unvergleichlichen, so einzigartigen Wein zu sprechen, der mit keinem anderen zu verwechseln ist. Dieser scheinbar bescheidene Weine wird in Wirklichkeit wie ein großer gekeltert, nach der Methode der Sekterzeugung im Drucktank; seine schöne Farbe sollte und da nicht täuschen. Selbstverständlich meinen wir damit guten Lambrusco, denn im Handel findet man leider auch recht minderwertige Erzeugnisse.

Doch zunächst sei gesagt, daß der Name alles und nichts bedeuten kann. Er kann DOC- oder Tafelwein sein, aus Reggio Emilia oder Modena kommen. Stammt er aus Modena, so kann es sich um Sorbara, Salamino di S. Croce oder Grasparossa di Castelvetro handeln. Er kann trocken oder mehr oder weniger lieblich sein. Zweifellos: Es gibt einen Lambrusco, für jeden Geschmack, so bevorzugt man zum Beispiel in Mailand eine weichere Sorte, in Reggio dagegen die trockene Spielart. Der aus Reggio duftet nach Himbeeren und Johannisbeeren, sein Geschmack ist abgerundet, er hat mehr Körper und ist geschmeidiger als sein Vetter aus Modena. Der aus Sorbara hat ein Veilchen-Bukett, sein Geschmack ist herzhafter und herber. Grasparossa di Castelvetro und Salamino di S. Croce zeichnen sich aus durch ihr fruchtiges Bukett.

Wie gesagt, für jeden Geschmack gibt es einen passenden Vertreter dieses roten Perlweins, jeder hat seine begeisterten Anhänger, die ihn selbst gegen zwei Flaschen von einer anderen Sorten nicht eintauschen würden. Dieser Wein war schon immer ein Wein 'für alle Tage' und das ist er auch heute noch. Die ersten schriftlichen überlieferungen stammen aus dem Jahr 861 v. Chr.; bereits 851 unserer Zeitrechnung forderte die Kirche von Modena schriftlich die Lieferung einer bestimmten Menge dieses Weins im Jahr. Auch Cato war beeindruckt von der in der Emilia gekelterten enormen Menge Wein, 300 Amphoren pro jugero (eine römische Amphore fasste 28 Liter und ein jugero entsprach 2580 Quadratmetern).

Doch lassen wir die an interessanten Ereignissen reiche Geschichte dieses Weines ruhen und kommen wir zu unseren heutigen Tagen: Bis zu 2 Millionen Hektoliter beträgt die Produktion jährlich (DOC und Tafelwein). Das ist eine riesige Menge Wein, die jedoch mühelos im In- und Ausland abgesetzt wird, wobei jedoch ein gewisser Prozentsatz der Gesamtproduktion der Destillation zugeführt wird. Im Vergleich wird allein in Italien soviel roter Perlwein getrunken wie in den Exportländern zusammen. Das ist eine ganz schöne Menge. Angesichts des gesunken Rotweinkonsumes, blieb der Verbrauch von Lambrusco bisher unverändert - was als Erfolg verzeichnet werden kann. In der Tat ist Lambrusco ein Wein, der sich wie ein Chamäleon im Sommer als Weißwein verkleidet, frisch und leicht ist, während er im kalten und nebeligen Winter des Po-Tales zu einem echten Rotwein wird, den man zu kräftigen, herzhaften Gerichten trinkt. - Gerardo