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Prosecco | Klassiker aus Hügellage

Prosecco | Klassiker aus Hügellage



Prosecco ist eine Rebsorte, die im Nordosten Italiens seit Jahrhunderten heimisch ist. Früher wurde der Prosecco durchweg als Still- oder Perlwein vinfiziert. In der Neuzeit haben auch kleinere Winzer Gärbehälter, die die Produktion von Schaumwein ermöglichen, mitunter mit erstaunlich guten Ergebnissen. Selten kommt Prosecco als Flaschengärung in den Handel, da die feinen Aromen dieser Rebsorte empfindlich sind. Der Prosecco als Perlwein ist ein Klassiker seit Jahrzehnten. Einerseits weil er umkomplizierter, zudem leichter und früher trinkreif als der Schaumwein (Spumante) ist. Andererseits, weil auf dem Perlwein keine Schaumweinsteuer lastet, somit das Produkt nicht unnötig belastet. Die Sektsteuer ist die Steuer, die häufig zu Lasten des Grundweines geht, dem wichtigsten Bestandteil eines jeden Schaum- oder Perlweins. - Gerardo

Dabei wurde 'Prosecco' als Name der Traube aus dem Stichwortkatalog getilgt - sie darf von nun an ausschließlich 'Glera' genannt werden - und man schuf folgende vier Gütesiegel: zum einen die DOCs Prosecco sowie Prosecco di Treviso, zum anderen versehen mit dem begehrten zusätzlichem G für noch größere Garantie, die DOCGs Asolo (früher Prosecco del Montello und dei Colli Asolani) sowie Conegliano Valdobbiadene, wobei in letzterem Fall auf dem Etikett zusätzlich die Angabe bestimmter Unterzonen - sehr berühmt Cartizze, dagegen bisher weniger bekannt, aber unbedingt kennenlernenswert die verschiedenen Rive - erlaubt ist.' - Gambero Rosso

Hinweis: Wir geben der Ordnung halber den Jahrgang mit an. Das italienische Weingesetz schreibt eine Jahrgangsangabe bei Perl- und Schaumweinen jedoch nicht zwingend vor. Sie finden deshalb nicht auf allen Flaschen einen Jahrgang und diesem ist im Falle hochwertiger Schaumweine weniger Bedeutung als z.B. bei Weißwein zuzumessen.





 

Prosecco | Klassiker aus Hügellage



Pro-Secco?
Klingt gut, oder? Man könnte fast annehmen, ein mit allen Schaumweinen gewaschener Marketing-Stratege hätte sich diesen Namen ausgedacht! “Pro” hört sich schon gewaltig positiv an – und wer wäre nicht für einen trockenen Tropfen ganz “secco”? Prosecco (neuerdings Glera) heißt die Traubensorte und die gibt es schon seit Jahrhunderten. Wie den prickelnden Wein, den Prosecco frizzante, aus Conegliano und Valdobbiadene in der Provinz Treviso. Die Rebgärten, in welchen die weißen Trauben auf genau begrenzten Hügeln gedeihen, liegen traumhaft zwischen den weit schwingenden Hügeln nördlich von Venedig.

Siegeszug eines Getränks
Der perlende Weisswein war lange Zeit nichts weiter als ein ländlicher, aber delikater, erfrischender Wein, der hauptsächlich an Ort und Stelle getrunken wurde - und höchstens bis Venedig reiste. Erst in den letzten Jahren füllt man ihn vermehrt auf Flaschen, zwischenzeitlich avancierte er sogar zum neuen Star am Bläschen-Himmel. Spät vormittags im Café ist er genau passend, wie am frühen Abend in der Bar; Frizzante wie Spumante tun gut als Aperitif sowie als kühle Stärkung in heißen Nächten.

Frizzante & Spumante
Den Wein aus der Glera-Rebe gibt es in drei Versionen: als (eher unbekannten) Stillwein, Perlwein (frizzante) und Schaumwein (Spumante). Die klassische Versionist der Perlwein (Frizzante). Er schäumt, ist erfrischend und hat eine moderate Menge an natürlicher Kohlensäure und ist zudem von der Sektsteuer befreit. Viele Weintrinker lieben gerade das moderate Sprudeln des frizzante. Spumante (Schaumwein) hingegen ist die Version, die eine höhere Konzentration an Kohlensäure aufweist. Eine Lagerzeit auf der Flasche von einem Jahr bekommt dem Prosecco spumante recht gut, er wird deutlicher ausgeglichener. Die Spumanteversion ist im Vergleich zum frizzante im Preis immer teurer, da die deutsche Schaumweinsteuer in Höhe von EUR 1,21 anfällt und ausserdem Spezialflaschen für den höheren Druck verwendet werden müssen.

Nur eine Mode?
Der Perlwein (also Frizzante) ist der Klassiker aus der Anbauzone. Die Winzer haben bis in die Neuzeit die im Frühling neu entfachte Gärung als Grundlage für den perligen Wein genutzt. Das ist sein Markenzeichen seit jeher. Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn Sie immer wieder einmal lesen, dass der Spumante (Sekt) der wahre Prosecco wäre und der Frizzante nur etwas für Anfänger, es ist vielleicht gerarde umgekehrt. Diese Behauptung stimmt weder mit der Entwicklungsgeschichte dieses Weines, noch mit seinen zarten, fragilen Aromen überein. Erst die Kellertechnik der Neuzeit erlaubt die Versektung des Weissweines. Dem Produkt wird dadurch die doppelte Menge an Kohlensäure zuführt, was am Ende im Verbund mit der Dosage, also die Zucker- bzw. Likörbeigabe, die gewünschte Geschmacksrichtung geben soll.

Sind Billigpreise realistisch?
Der Erfolg des Perlweins war abzusehen. Die Nachfrage nach billigem Perlwein für Alle wurde nach dem bewährtem Discount-Rezept befriedigt. In der klassischen DOCG-Hügelzone sind die Rebflächen und die Erträge pro Hektar streng limitiert und überwacht. Da der Anbau der Glera-Rebe grundsätzlich überall möglich und legal ist, kamen schnell neue Gebiete ausserhalb der DOC-Zone mit der Bezeichnung Prosecco IGT (Tafelwein) hinzu, insbesondere in den Flachlagen des angrenzenden Piave-Gebietes. Die Erntemengen pro Hektar erreichen dort leicht das Doppelte und mehr an Trauben pro Hektar, als die im DOC-Bereich erlaubten 120 dz/ha. Da die Glera-Rebe grundsätzlich eine starke Wüchsigkeit aufweist, ist deren 'Ausbeutung' zum Industriewein (Verarbeitungswein) ein Leichtes. Hohe Ernteerträge stehen nicht nur für billige Preise, sondern auch für mindere Qualitäten. Neben der optimalen Reife der Trauben sind richtige, also meist niedrige Erträge per Hektar, wichtige Faktoren. Die erlaubten DOC-Mengen von 120/dz ha sind keinesfalls aberwitzig niedrig, gesunde Böden und Rebstöcke leben hier im Einklang mit der Natur. Des Profites wegen werden Selbstschränkungen nicht gerne gesehen, denn man hört auch von Erträgen per Hektar, welche sich jenseits der 300 dz/ha bewegen. - Gerardo