Story: Online-Shop für lau! | Tobias Kolumne
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Ein Online-Shop kostet doch nichts! Warum also investieren?
Warum sollte man in einen Online-Shop investieren? Schließlich kostet es heutzutage praktisch nichts, einen zu starten. Eine schicke Shop-Software gibt es für ein paar Euro im Monat, Hosting ist spottbillig, und Produktbilder kann man sich ja irgendwoher zusammensuchen. Marketing? Ach, das regelt doch der Algorithmus!
Blöd nur, dass die 'kostet-nix'-Mentalität langsam an ihr Ende kommt. Wer glaubt, mit einer 08/15-Shoplösung, lieblosen Produktbeschreibungen und ein paar hastig zusammengeklaubten Stockfotos groß rauszukommen, merkt irgendwann: Kunden kaufen nicht einfach, nur weil man existiert. Sichtbarkeit kostet, Kundenvertrauen kostet, gute Technik kostet. Und plötzlich stellt sich heraus: Der Online-Handel ist doch nicht das kostenlose Paradies, das man sich erträumt hatte.
Investieren? Geht nicht - die Margen sind ja so schmal!
Ein Klassiker unter den Ausreden: „Wir können ja gar nicht investieren, die Margen lassen es nicht zu!“ Verständlich - schließlich sind wir alle noch im Jahr 2005, als Online-Handel bedeutete, Armazon alles nachzumachen und Produkte für 1,20 Euro Marge pro Stück zu verschicken. Der ewige Kampf um den niedrigsten Preis hat den Markt natürlich so dermaßen ausgehöhlt, dass Investitionen in Kundenerlebnis, Branding oder gar Innovation unmöglich scheinen.
Doch halt! Woher kommt eigentlich dieser schmale-Margen-Gedanke? Vielleicht aus der fixen Idee, dass Erfolg nur über Masse und Dumpingpreise funktioniert? Die große Überraschung: Wer nicht alles verschleudert, sondern auf Qualität, Service und Markenbildung setzt, hat plötzlich Luft für Investitionen. Aber das wäre ja fast zu einfach.
Guter Content und Warenpräsentation? Brauchen wir nicht!
Warum in hochwertige Produktbilder und ansprechende Texte investieren, wenn man auch einfach die Herstellerbeschreibung kopieren und ein paar unscharfe Handyfotos hochladen kann? Die Kunden werden sich schon denken können, wie das Produkt wirklich aussieht. Und falls nicht - Rücksendungen sind ja eh eingeplant, oder?
Lange Zeit ging das gut. Aber die 'kostet-nix'-Mentalität kommt auch hier an ihre Grenzen. Wer sich ernsthaft fragt, warum die Kunden lieber woanders kaufen oder im stationären Handel bleiben, sollte sich mal anschauen, wie professionell große Online-Shops ihre Produkte präsentieren. Content ist längst keine nette Spielerei mehr, sondern der Faktor, der Kaufentscheidungen beeinflusst. Aber warum sich Mühe geben, wenn man auch weiterhin hofft, dass die Leute schon irgendwie kaufen?
Rechtssicherheit und Datenschutz? Ach was!
AGB, Datenschutz-Erklärung, Widerrufsrecht - braucht doch eh keiner! Kunden klicken sowieso auf 'Akzeptieren', und Abmahnanwälte haben bestimmt besseres zu tun. Warum also Geld in rechtssichere Texte, DSGVO-konforme Prozesse oder eine vernünftige Cookie-Lösung stecken?
Leider ist auch hier das Ende der 'kostet-nix'-Ära erreicht. Die Zeiten, in denen man sich darauf verlassen konnte, dass schon nichts passieren wird, sind vorbei. Wer glaubt, dass Datenschutz und rechtliche Absicherung optional sind, erlebt irgendwann ein böses Erwachen - sei es durch Abmahnungen oder einen massiven Vertrauensverlust bei den Kunden. Aber hey, warum vorsorgen, wenn man auch einfach abwarten kann?
Fazit: Willkommen in der Realität
Online-Handel ist kein Selbstläufer, und Investitionen sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die 'kostet-nix'-Mentalität war vielleicht mal charmant, hat aber keine Zukunft. Wer ernsthaft im E-Commerce erfolgreich sein will, muss investieren - in Technologie, in Marketing, in gute Inhalte und ja, auch in Rechtssicherheit. Denn am Ende gilt: Wer nichts investiert, bekommt auch nichts zurück. So einfach ist das. - Tobias Gerhard Strunz [TS04/25]
Warum sollte man in einen Online-Shop investieren? Schließlich kostet es heutzutage praktisch nichts, einen zu starten. Eine schicke Shop-Software gibt es für ein paar Euro im Monat, Hosting ist spottbillig, und Produktbilder kann man sich ja irgendwoher zusammensuchen. Marketing? Ach, das regelt doch der Algorithmus!
Blöd nur, dass die 'kostet-nix'-Mentalität langsam an ihr Ende kommt. Wer glaubt, mit einer 08/15-Shoplösung, lieblosen Produktbeschreibungen und ein paar hastig zusammengeklaubten Stockfotos groß rauszukommen, merkt irgendwann: Kunden kaufen nicht einfach, nur weil man existiert. Sichtbarkeit kostet, Kundenvertrauen kostet, gute Technik kostet. Und plötzlich stellt sich heraus: Der Online-Handel ist doch nicht das kostenlose Paradies, das man sich erträumt hatte.
Investieren? Geht nicht - die Margen sind ja so schmal!
Ein Klassiker unter den Ausreden: „Wir können ja gar nicht investieren, die Margen lassen es nicht zu!“ Verständlich - schließlich sind wir alle noch im Jahr 2005, als Online-Handel bedeutete, Armazon alles nachzumachen und Produkte für 1,20 Euro Marge pro Stück zu verschicken. Der ewige Kampf um den niedrigsten Preis hat den Markt natürlich so dermaßen ausgehöhlt, dass Investitionen in Kundenerlebnis, Branding oder gar Innovation unmöglich scheinen.
Doch halt! Woher kommt eigentlich dieser schmale-Margen-Gedanke? Vielleicht aus der fixen Idee, dass Erfolg nur über Masse und Dumpingpreise funktioniert? Die große Überraschung: Wer nicht alles verschleudert, sondern auf Qualität, Service und Markenbildung setzt, hat plötzlich Luft für Investitionen. Aber das wäre ja fast zu einfach.
Guter Content und Warenpräsentation? Brauchen wir nicht!
Warum in hochwertige Produktbilder und ansprechende Texte investieren, wenn man auch einfach die Herstellerbeschreibung kopieren und ein paar unscharfe Handyfotos hochladen kann? Die Kunden werden sich schon denken können, wie das Produkt wirklich aussieht. Und falls nicht - Rücksendungen sind ja eh eingeplant, oder?
Lange Zeit ging das gut. Aber die 'kostet-nix'-Mentalität kommt auch hier an ihre Grenzen. Wer sich ernsthaft fragt, warum die Kunden lieber woanders kaufen oder im stationären Handel bleiben, sollte sich mal anschauen, wie professionell große Online-Shops ihre Produkte präsentieren. Content ist längst keine nette Spielerei mehr, sondern der Faktor, der Kaufentscheidungen beeinflusst. Aber warum sich Mühe geben, wenn man auch weiterhin hofft, dass die Leute schon irgendwie kaufen?
Rechtssicherheit und Datenschutz? Ach was!
AGB, Datenschutz-Erklärung, Widerrufsrecht - braucht doch eh keiner! Kunden klicken sowieso auf 'Akzeptieren', und Abmahnanwälte haben bestimmt besseres zu tun. Warum also Geld in rechtssichere Texte, DSGVO-konforme Prozesse oder eine vernünftige Cookie-Lösung stecken?
Leider ist auch hier das Ende der 'kostet-nix'-Ära erreicht. Die Zeiten, in denen man sich darauf verlassen konnte, dass schon nichts passieren wird, sind vorbei. Wer glaubt, dass Datenschutz und rechtliche Absicherung optional sind, erlebt irgendwann ein böses Erwachen - sei es durch Abmahnungen oder einen massiven Vertrauensverlust bei den Kunden. Aber hey, warum vorsorgen, wenn man auch einfach abwarten kann?
Fazit: Willkommen in der Realität
Online-Handel ist kein Selbstläufer, und Investitionen sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die 'kostet-nix'-Mentalität war vielleicht mal charmant, hat aber keine Zukunft. Wer ernsthaft im E-Commerce erfolgreich sein will, muss investieren - in Technologie, in Marketing, in gute Inhalte und ja, auch in Rechtssicherheit. Denn am Ende gilt: Wer nichts investiert, bekommt auch nichts zurück. So einfach ist das. - Tobias Gerhard Strunz [TS04/25]
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