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Story: Cannonau | Rebsorte
Seite: 2/3
Stilistik und Ausbau
Traditionell wurde Cannonau oft in großen Eichenfässern (Tonneaux oder Barriques) ausgebaut. Das verleiht dem Wein Vanille-, Röstaromen und zarte Holzgewürze. Viele Winzer setzen aber heute auch auf Stahl- oder Betontanks, um die reine Frucht und die pfeffrige Würze zu erhalten. Einige moderne Erzeuger verkürzen die Holzreife oder nutzen ungetoastete große Holzfuder, um mehr Natürlichkeit im Wein zu bewahren. Ferner finden sich Experimente wie die Gärung mit wildem Hefen oder Ausbau in Amphoren, was zu erdigeren Noten führen kann. Je nach Ausbau wählen die Kellermeister einen Mittelweg zwischen oxidativem Ausbau (in Holz mit leichtem Sauerstoffkontakt) und reduktivem Ausbau (in Edelstahl/Beton für reine Frucht), um den für Cannonau typischen Charakter zu formen. Ziel ist stets, die mediterrane Fülle und das intensive Fruchtspiel der Trauben zu unterstreichen, ohne dass der Wein zu kräftig vom Holz überprägt wirkt.
Anbaugebiete und Terroir
Cannonau di Sardegna darf auf der gesamten Insel angebaut werden, doch sein klassisches Kerngebiet liegt im gebirgigen Osten Sardiniens. Unter der DOC-Definition gibt es ein „Classico“-Anbaugebiet (Provinz Nuoro mit Ogliastra) sowie drei sogenannte Sottozone: Oliena (neben Orgosolo), Jerzu und Capo Ferrato. Insbesondere der Osten (Nuoro, Ogliastra) liefert etwa 70% der Ernte. Im Hinterland um Oliena (ca. 400-500m ü.NN) herrschen kühle Nächte und kalkreiche Böden, die den Weinen Struktur und feine Frische geben. Die Küstenlage von Jerzu und Capo Ferrato im Südosten (Sarroxen, vor San Vito) mit heißem Klima sorgt dagegen für außerordentlich reife, extraktreiche Trauben und opulent fruchtige Weine. Evenementuell kleine Parzellen finden sich auch in Gallura oder auf dem Festland (Lombardei, Venetien), doch Sardinien bleibt mit Abstand das eigentliche Terroir dieser Sorte. Aufgrund der Terroirunterschiede variieren die Weine: Höhenlagen fördern meist Säure und Eleganz, während tiefergelegene, sonnenexponierte Lagen dichte, würzigere Profile erzeugen. - Gerardo [TS05/25]
"Königin im Reich der Roten bleibt weiterhin die Cannonau-Rebe, die sich auch von der obsoleten DOC di Sardegna nicht in die Pflicht nehmen lässt, sondern in jeder Anbauzone und mit jedem Jahrgang andere Ausdrucksformen sucht." - Gambero Rosso
Traditionell wurde Cannonau oft in großen Eichenfässern (Tonneaux oder Barriques) ausgebaut. Das verleiht dem Wein Vanille-, Röstaromen und zarte Holzgewürze. Viele Winzer setzen aber heute auch auf Stahl- oder Betontanks, um die reine Frucht und die pfeffrige Würze zu erhalten. Einige moderne Erzeuger verkürzen die Holzreife oder nutzen ungetoastete große Holzfuder, um mehr Natürlichkeit im Wein zu bewahren. Ferner finden sich Experimente wie die Gärung mit wildem Hefen oder Ausbau in Amphoren, was zu erdigeren Noten führen kann. Je nach Ausbau wählen die Kellermeister einen Mittelweg zwischen oxidativem Ausbau (in Holz mit leichtem Sauerstoffkontakt) und reduktivem Ausbau (in Edelstahl/Beton für reine Frucht), um den für Cannonau typischen Charakter zu formen. Ziel ist stets, die mediterrane Fülle und das intensive Fruchtspiel der Trauben zu unterstreichen, ohne dass der Wein zu kräftig vom Holz überprägt wirkt.
Anbaugebiete und Terroir
Cannonau di Sardegna darf auf der gesamten Insel angebaut werden, doch sein klassisches Kerngebiet liegt im gebirgigen Osten Sardiniens. Unter der DOC-Definition gibt es ein „Classico“-Anbaugebiet (Provinz Nuoro mit Ogliastra) sowie drei sogenannte Sottozone: Oliena (neben Orgosolo), Jerzu und Capo Ferrato. Insbesondere der Osten (Nuoro, Ogliastra) liefert etwa 70% der Ernte. Im Hinterland um Oliena (ca. 400-500m ü.NN) herrschen kühle Nächte und kalkreiche Böden, die den Weinen Struktur und feine Frische geben. Die Küstenlage von Jerzu und Capo Ferrato im Südosten (Sarroxen, vor San Vito) mit heißem Klima sorgt dagegen für außerordentlich reife, extraktreiche Trauben und opulent fruchtige Weine. Evenementuell kleine Parzellen finden sich auch in Gallura oder auf dem Festland (Lombardei, Venetien), doch Sardinien bleibt mit Abstand das eigentliche Terroir dieser Sorte. Aufgrund der Terroirunterschiede variieren die Weine: Höhenlagen fördern meist Säure und Eleganz, während tiefergelegene, sonnenexponierte Lagen dichte, würzigere Profile erzeugen. - Gerardo [TS05/25]
"Königin im Reich der Roten bleibt weiterhin die Cannonau-Rebe, die sich auch von der obsoleten DOC di Sardegna nicht in die Pflicht nehmen lässt, sondern in jeder Anbauzone und mit jedem Jahrgang andere Ausdrucksformen sucht." - Gambero Rosso
| Name | Cannonau | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Rubrik | Rebsorte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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