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Blog: Barolo | Klassiker (4)



Vor den Römern gehörte dieses Gebiet den Ligurern, dann den Galliern; schon in diesen alten Zeiten wurde Weinbau betrieben. Die Römer kannten den Barolo recht gut, denn um sein typisches Teearoma zu imitieren, bestrichen sie die Weinamphoren mit Pech, um weniger edlen Weinen eine, wenn auch entfernte, Ähnlichkeit mit dem echten Baraolo zu verleihen.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches fiel das Gebiet an die Karolinger. Nachdem die Sarazenen in Ligurien gelandet waren, drangen sie mehrmals bis nach Alba vor. Ruinen von Türmen und Burgen, die zum Schutz gegen die Sarazeneneinfälle errichtet wurden, sind noch heute an verschiedenen Stellen zu sehen.

Dann folgten mehrere Jahrhunderte lang verschiedene Herrscher aufeinander. Zuerst die Anjou, dann die Landgrafen von Montefeltro und schließlich Luchino Visconti, der 1347 Alba und Barolo einnahm. Amadeus VI. von Savoyen, genannt der 'Rote Graf' und Amadeus VII., genannt der 'Grüne Graf', vertrieben die Visconti. Im Jahr 1480 wurden die Marktgrafen Falletti mit diesen Ländereien belehnt, die später an die Familie Gonzaga fielen und schließlich 1631, nach dem Vertrag von Chierasco mit Victor Amadeus I., endgültig in den Besitz des Hauses Savoyen übergingen.

Das Schloss Falletti, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut wurde, beherbergt heute die ständige Ausstellung der lokalen Barolo-Produzenten. Die Sammlung umfasst wichtige önologische und weinhistorische Exponate. In einem Raum befinden sich sogar einige Gemälde von Massimo d'Azeglio. Daneben befindet sich ein Zimmer, in dem Silvio Pellico eine Zeit lang lebte.

Der spätere 'Märtyrer des Spielbergs' war in Wirklichkeit der Sekretär der Gräfin von Barolo. Schon damals genossen die Weinberge einen guten Ruf, der Wein war ziemlich berühmt. Es wäre niemandem in den Sinn gekommen, diesen landwirtschaftlichen Besitz von großem Wert aufzuteilen. Als Giulietta Colbert di Maulevier, die letzte Marktgräfin von Barolo, 1864 starb, wurde der gesamte Landbesitz der Opera Pia Barolo vermacht, die ihn bis 1919 umsichtig und erfolgreich verwaltete. Danach ging es in den Besitz der Aktiengesellschaft Vini Classici über, die sich heute 'Antichi Poderi dei Marchesi di Barolo' nennt.

Der ständige Wechsel der Besitzer muss in der Gegend für Unsicherheit und Verwirrung gesorgt haben, für Brände, Zerstörung, Elend und Traurigkeit. Doch die Liebe der Winzer zu ihren Reben blieb davon unberührt. Und auch die jeweiligen Herrscher waren von dem edlen Nektar, der daraus gekeltert wurde, so angetan, dass sie darauf bedacht waren, den Weinkulturen keinen ernsthaften Schaden zuzufügen. - Gerardo [TS03/23]


Barolo Klassiker (4)

Steckbrief
NameBarolo
RubrikKlassiker (4)

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