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Blog: Warum wir Versandkosten erheben (1/2) | Weindepot




Bekannte und international erfolgreiche Konzerne haben einst den kostenlosen Versand eingeführt und sind damit groß geworden. Schnell etwas zur Ansicht zu bestellen, ist inzwischen ebenso üblich wie die kostenlose Rücksendung. Die logistischen, ökologischen und umweltpolitischen Folgen dieser Entwicklung sind bekannt.

Auch viele unserer Mitbewerber meinen, mit kostenlosem Versand oder extrem niedrigen Versandkosten punkten zu können. Allerdings kommen diese Online-Händler nicht umhin, die vermeintlich kostenlosen Versandkosten durch Mischkalkulation in ihren Preisen zu verstecken. Das bedeutet, dass der kostenlose Versand durch höhere Preise subventioniert wird und der tatsächliche Produktpreis verzerrt wird.

Der Versand kostet nun mal. Das gilt besonders für den Weinversand, bei dem die Flaschen oft im Dutzend bestellt werden: Die Deutsche Post lässt sich jedes einzelne, manchmal recht schwere Paket gut bezahlen, und das aus gutem Grund: Sorgfältige Kommissionierung und sichere Verpackung zu deutschen Tariflöhnen hat ihren Preis. Paketzusteller fahren unter Zeitdruck mit energieintensiven Lieferwagen durch die Stadt und über das Land, Logistikzentren brauchen Strom und Arbeitskräfte, ebenso wie Software und Server, die uns bequem anzeigen, wo die Lieferung gerade ist.

Es ist logischerweise teurer, mehrere Pakete zu versenden als ein einzelnes, leichtes Paket. Der Versand von Dutzenden von Weinflaschen lässt sich kaum mit dem Versand von Büchern oder DVDs vergleichen, zumal dort meist nur einzelne Artikel bestellt werden. Außerdem bevorzugen unsere Kunden kleinere und leichtere Kartons (was auch den Zustellern zugute kommt), und das erhöht die Kosten.

Deshalb berechnen wir eine Versandkostenpauschale, unabhängig von der Menge der bestellten Flaschen oder dem Wert der Bestellung. Wie bieten keine frei Haus Lieferung und keinen Gratisversand an. Unsere Versandkosten decken ohnehin nur einen Teil der Kosten für Kartonage und Zustellung ab, der Rest geht zu unseren Lasten.

Diese Berechnungsgrundlage schafft Transparenz, da die Frachtkosten nicht in den Produktpreis eingerechnet werden. Dies ist umso wichtiger, als wir in unserem Lagerverkauf vor Ort die gleichen Preise wie in unserem Online-Shop haben. In beiden Fällen versuchen wir, mit unseren Preisen so wettbewerbsfähig wie möglich zu sein, ohne dabei eine nachhaltige Kalkulation außer Acht zu lassen.

Viele von uns wissen, dass wir in einer Welt leben in der sich Fehlentwicklungen etabliert haben. Aber nur die wenigsten von uns sind bereit etwas dafür zu tun, dass dies in Zukunft anders wird. - Tobias [TS05/23]


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