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Dolcetto | Rebsorte

Dolcetto | Rebsorte

Dolcetto ist eine dunkelschalige Weintraube aus den Hügeln des Monferrato im Nordwesten Italiens. Die Traube bringt weiche, fruchtige Weine hervor, deren Farbe von tiefem Rubinrot bis Purpur reicht. Ein typischer Dolcetto-Wein hat eine intensive und leuchtende Farbe und bietet dunkle, leicht würzige Aromen mit erdigen Untertönen von Mandeln - oder Walnüssen bei tanninhaltigeren Exemplaren. Da die Weine im Allgemeinen nicht für eine lange Lagerung geeignet sind, sollten sie innerhalb von drei oder vier Jahren nach der Ernte getrunken werden. Die Weine zeichnen sich vor allem durch ihren geringen Säuregehalt aus, woraus sich der Name der Sorte ableitet, der so viel wie 'kleiner Süßer' bedeutet. Wer des Italienischen mächtig ist, könnte verständlicherweise annehmen, dass alle Dolcetto-Weine süß sind. Tatsächlich sind süße Dolcetto-Weine eher eine Seltenheit.

Der Dolcetto, der oft als die dritte Rotweintraube des Piemonts betrachtet wird, ist historisch gesehen so etwas wie ein armer Cousin von Nebbiolo und Barbera. Daher wird diese anpassungsfähige, früh reifende Rebsorte oft in kühleren Lagen angebaut, in denen vor allem der Nebbiolo nur schwer reifen würde. Diese Parzellen befinden sich oft in höheren Lagen. Diese kühleren Lagen auch dazu bei, dass die Sorte ihren Säuregehalt beibehält und nicht zu früh reift (sie reift bereits einige Wochen vor dem Nebbiolo). Dies kann ein wichtiger Ausgleichsfaktor für viele moderne Dolcetto-Varianten aus dem gesamten Piemont sein. - Gerardo



3 Artikel


´Lodoli´ Dolcetto d'Alba DOC 2020, Ca' del Baio, Piemont

Lodoli Dolcetto d'Alba DOC 2020


Ca' del Baio, Piemont

Der Dolcetto d'Alba Lodoli ist ein typischer Vertreter der piemonteser Weinwelt: Geradeaus und ohne Schnörkel lädt dieser Wein zu Trinkgenuss in geselliger Runde ein. Die feine Nase ist fruchtbetont, mit leicht vegetaler Note. Der gute Trunk wird durch die geringe Adstringenz unterstrichen. - Gerardo

'...gut gemacht der Dolcetto.' - Gambero Rosso

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Dolcetto d'Alba DOC 2019, Renato Corino, Piemont

Dolcetto d'Alba DOC 2019


Renato Corino, Piemont

Dieser raffinierte Dolcetto verspricht ein tolles Trinkerlebnis: Intensive, rot-violette Färbung. Frisch und Sortentypisch der Duft nach Zwetschgen und Bittermandeln. Fruchtbetont und weich im Geschmack, zugleich mit gutem Abgang. - Gerardo

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Dolcetto d'Alba DOC 2020, Giacomo Brezza & Figli, Piemont

Dolcetto d'Alba DOC 2020


Giacomo Brezza & Figli, Piemont

Der frische, fruchtbetonte Dolcetto ist der typische Piemonteser Speisenbegleiter: Die Farbe ist strahlendes Rot mit violetten Reflexen, der sortentypische Duft erinnert an Waldfrüchte und einen Hauch Piment. Am Gaumen schnörkellos und anschmiegsam, mit sanften Gerbstoffen. - Gerardo

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Blog: Dolcetto
 

Dolcetto | Rebsorte | gerardo.de

Dolcetto ist eine rote Rebsorte aus Italien, welche vorwiegend im Piemont angebaut wird. Dolcetto Trauben liefern einen trockenen, geschmeidigen und gut ausbalancierten Wein, welcher meist jung getrunken wird. Um den Namen Dolcetto ranken sich vielerlei Geschichten, die bekannteste behauptet der Name leitet sich von 'der kleine Süße' ab - was auf die Anziehungskraft der Trauben auf Insekten abzielt. Dolcetto Weine sind jedoch immer trocken, wenngleich von Milde geprägt.

Die frühreifende, säurearme Rotweinrebsorte Dolcetto wird fast auschließlich in den Provinzen Cuneo und Alessandria in Piemont angebaut. Ihre Weine sind mild, rund und fruchtig-duftig und trinken sich am besten jung. Es gibt sieben DOC-Bereiche für Dolcetto, in der Qualität gilt Alba als am feinsten, gute Weine kommen jedoch auch aus den Randbereichen.

Dolcetto ist eine typische, autochthone Rebsorte des Piemont und weithin als Tischwein geschätzt und beliebt. Die Traube bevorzugt kalkhaltigen Mergel und Hügellagen zwischen 250 und 600m über dem Meer. Die Wiege des Dolcetto liegt in der Langa, wo diese Rebsorte über die Jahrhunderte hinweg die Erfolge und Nöte der Landbevölkerung teilt. Die Rebsorte ist nicht sonderlich ertragreich, jedoch von einfacher Handhabung mit einer natürlichen Resistenz gegenüber Krankheiten - zudem wusste der Dolcetto immer seine reifen, süßen Früchte den Winzern für die Tafel zu offerieren. Daher auch der Name, wobei dich das 'dolce' auf die besondere Süße des Fruchtfleisches bezieht. Die Weine aus der Traube sind hingegen ausschließlich durchgegoren und deshalb ausgesprochen trocken, dabei von zurückhaltender Säure und milden Tanninen. - Gerardo