St. Michael-Eppan | Südtirol
Bei St. Michael-Eppan haben sich 350 Genossenschaftsmitglieder und Winzer mit ihren Familien einem gemeinsamen Ziel verschrieben: Qualität. Vom Weinberg bis zum fertigen Wein in der Flasche zieht sich dieser Leitsatz wie ein roter Faden. Vom Hobbylandwirt mit ein paar tausend Quadratmetern Rebfläche über den Nebenerwerbslandwirt, der an den Wochenenden und in seiner Freizeit mit Liebe seine Weinberge bearbeitet, bis hin zu den engagierten kleineren und größeren Familienbetrieben: Es ist ein buntes Mosaik von Charakteren und Persönlichkeiten, die alle unter dem gemeinsamen Dach des Weingutes arbeiten - mit einer reichen Vielfalt an Lagen und Sorten. Die Arbeit im Weinberg ist für die Winzerinnen und Winzer oft hart und mühsam. In den teilweise steilen Hängen ist viel Fleiß und Hingabe nötig, um die besten Qualitäten zu erzeugen. Wenn zur Erntezeit die ganze Familie im Weinberg steht, die Ärmel hochkrempelt und den Ertrag eines Jahres in die Kellerei bringt, ist das wohl der schönste Moment im Jahreszyklus eines jeden Winzers. Die Mühe ist es wert. Der Preis für alle Mitglieder ist der gemeinsame Erfolg ihres Weinguts. - Gerardo [TS06/22]
"Über die Kellerei Sankt Michael-Eppan könnte man ganze Bücher verfassen. Genauso über ihren historischen Kellermeister Hans Terzer, ein wahres Monument der Südtiroler Weinlandschaft. Entscheidend sind aber letztlich die Produkte, und die haben mittlerweile ein Niveau erreicht, bei dem nur wenige Paroli bieten können, darunter sind auch ein paar Nobeletiketten, angesichts derer nicht bloß unsere Juroren glänzende Augen bekommen." - Gambero Rosso
"Sie gilt baulich als die schönste unter den Südtiroler Genossenschaften. 1907 im österreichischem Jugendstil erbaut, ist sie nach dem Weltkriegswirren nie mehr vollendet worden. Im Jahre 2000 wurde der bis dahin eher unspektakuläre Flachbau (Südflügel) aus den 80er-Jahren durch einen modernen Neubau ersetzt, in dem sich nun Verwaltung, Weinverkauf und Verkostungsräume befinden. Mitgliederzahl und Rebflächen sind in den letzten Jahren beständig gewachsen - Resultat eines Renommees, das diese Kellerei besitzt. Mit ihrem relativ hohen Weißweinanteil (etwa zwei Drittel) nimmt sie eine Sonderstellung unter den Kellereigenossenschaften ein. Hans Terzer, der langjährige Kellermeister, hat St. Michael/Eppan nicht nur in die Spitzengruppe der Südtiroler Weinerzeuger geführt, sondern die Weine auch in ganz Italien und weit darüber hinaus bekannt gemacht. An Selbstbewusstsein fehlt es den Eppanern denn auch nicht." - Dr. Jens Priewe
Region: Südtirol Rebsorte: Weißburgunder Rebsorte: Lagrein
Region: Südtirol Rebsorte: Weißburgunder Rebsorte: Lagrein
St. Michael-Eppan | Südtirol | Bei Gerardo kaufen
Tradition und Erfahrung kennzeichnen die 100-jährige Geschichte des Weinguts St. Michael-Eppan. Gegründet im Juni 1907, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, setzte sich die Genossenschaft von Anfang an für die Förderung der Qualitätsproduktion im Weinbau und die Sicherung eines angemessenen Einkommens für die Winzer ein. Im Jahr 1909 wurde das Gebäude der Weinkellerei im klassischen Jugendstil fertiggestellt. Die Pläne und die damalige Bauweise zeigen, mit welch weitsichtigen kellertechnischen Richtlinien schon damals gebaut wurde. Die gesamte Konstruktion ist heute noch voll funktionsfähig. Nach den traditionellen Holzfässern wurde 1933 das erste Glasfass in den Keller eingebaut. 1959 wurden die ersten Stahlbetonzisternen eingebaut und ab 1970 wurden die ersten Stahltanks angeschafft. Im Jahr 1975 wurde die neue Lager- und Abfüllhalle mit angrenzendem Verkaufslager gebaut und 1980 kam der neue Gärkeller hinzu. In diesen Jahren wurden auch die ersten Barriques, die heute unverzichtbar sind, in den Kellern installiert. Ein Betrieb mit einer wechselvollen Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Im Laufe der Jahrzehnte immer wieder erweitert, modernisiert und den neuesten Erfordernissen angepasst, ist der große und tiefgreifende Umbau der letzten Jahre ein vorerst letzter Höhepunkt in der Baugeschichte des Weingutes. Alt und Neu, Tradition und Moderne bilden in St. Michael-Eppan eine äußerst harmonische und funktionelle Symbiose.
Neben den traditionellen Holzfässern aus der Gründerzeit garantiert modernste Kellertechnik höchste Qualität. Verwaltung und Repräsentationsräume sind neu und ansprechend gestaltet. Die neue Vinothek im mediterran gestalteten Eingangsbereich des Weingutes lädt zum Verkosten und Kennenlernen der Weine von St. Michael-Eppan ein. Seit seinen Anfängen hat das Weingut ein klares Ziel und einen wichtigen Leitgedanken vor Augen: Es will mehr als nur Wein machen. Die Ambition der Kellerei St. Michael-Eppan ist es, einer der besten Produzenten im südlichen Turin zu sein. Das ist ein hoher Anspruch und kein leichter Weg. Die Leute von Eppan verfolgen ihn mit aller Konsequenz - und mit großem Erfolg.
Die Arbeit beginnt im Weinberg. Klima, Topographie und Böden sind das natürliche Umfeld der Rebe. Dieses Umfeld zu kultivieren und so naturnah und schonend wie möglich zu arbeiten, ist eine entscheidende Aufgabe. Umweltschonende Arbeit im Weinberg trägt dazu bei, das Gleichgewicht der Rebe auf natürliche Art und Weise zu fördern. Grüneinsaaten zwischen den Rebzeilen regulieren den Luft- und Wasserhaushalt des Bodens, fördern die Humusbildung, schützen vor Erosion und sind ein willkommener Lebensraum für Nützlinge. Vorrangiger und gezielter Einsatz von organischen Düngemitteln. Rechtzeitige und gezielte Laubarbeiten fördern zudem die Licht- und Luftdurchlässigkeit und verhindern den Befall durch Schädlinge und Krankheiten der Trauben. Die klassische Südtiroler Anbaumethode in den Hangweinbergen ist nach wie vor die Pergola. Diese wird jedoch zunehmend durch die Drahtrahmenerziehung, das Gujot-System, ersetzt. In der Ebene und in leichten Hanglagen hat sich das Gujot-System für alle Rebsorten, mit Ausnahme des Vernasch, durchgesetzt. Nicht nur die wirtschaftlichere Produktion und der geringere Arbeitsaufwand sprechen für dieses neue Anbausystem. Geringere Erträge bei höherer Traubenqualität haben die Winzer dazu bewogen, die Umstellung im Weinberg vorzunehmen.
Beratung und Diskussion mit den Winzern, Feldbegehungen vor Ort, Sortenempfehlungen, neue Pflanzen, Erziehungssysteme und Pflegemaßnahmen stehen auf der Tagesordnung. Hinzu kommt die Erstellung des Ernteplans gemeinsam mit den Winzern. St. Michael Eppan, die innovative Kellerei an der Südtiroler Weinstraße, ist nicht nur eine der besten Kellereien in Südtirol, sondern auch eine der führenden in ganz Italien. Mit 350 Mitgliedern, 355 Hektar Anbaufläche und 2,5 Millionen verkauften Flaschen pro Jahr hat sich St. Michael-Eppan einen Namen gemacht, der heute in aller Munde ist. Allein der Name St. Valentin lässt das Herz eines jeden Weinliebhabers und -kenners höher schlagen. Von der langen Liste der Auszeichnungen ist nur eine besonders erwähnenswert: Der Weinführer I Vini d'Italia von Gambero Rosso & Slow Food hat St. Michael-Eppan zum besten 'Weingut des Jahres 2000' in ganz Italien gekürt. Kellermeister Hans Terzer - einer der bekanntesten Pioniere der Südtiroler Weißweine - wurde in diesem Zusammenhang zu einem der zehn besten Winzer der Welt ernannt. - Gerardo [TS06/22]