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Blog: La Jara | Venetien




Von Prosecco zu Glera
Lange Zeit war Prosecco nichts weiter als ein ländlicher, erfrischender Wein, der hauptsächlich an Ort und Stelle getrunken wurde und höchstens bis nach Venedig reiste. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde dieser Schaumwein nur aus dem Fass oder aus einem 50-Liter-Glasballon serviert. Erst in den letzten zwanzig Jahren wird er zunehmend in Flaschen abgefüllt, damit er die Region in größeren Mengen verlassen kann. Inzwischen ist er zum neuen Topstar am Seifenblasenhimmel geworden, manchmal in bescheidener Qualität. Immer öfter fragen Unwissende nach Prosecco, obwohl sie eigentlich einen Spumante, also einen Schaumwein, wollen. Das ist zwar gut für den Prosecco, aber dennoch eine unglückliche Begriffsverwechslung. Prosecco ist der Name einer weißen Rebsorte, die seit Jahrhunderten im östlichen Veneto angebaut wird (und kürzlich in Glera umbenannt wurde). Der Ursprung der Rebe liegt wahrscheinlich in der gleichnamigen Stadt einige Kilometer nördlich von Triest.

La Jara
Im Dialekt werden die weißen und kalkhaltigen Kieselsteine, die das Gebiet von Santa Maria del Piave kennzeichnen, 'La Jara' genannt. Das Weingut befindet sich wenige Kilometer südlich von Conegliano, dem Zentrum des Prosecco. Im Laufe der Jahrtausende haben die Flüsse aus den Dolomiten die Kieselsteine und den Schwemmlandboden in die Landschaft nördlich von Venedig transportiert. Unter den Kieselsteinen befindet sich eine fruchtbare, sandige und kalkhaltige Bodenschicht. Diese Bodeneigenschaften sind ideal für den Weinbau, wenn man sie richtig zu nutzen weiß. Die weißen Kieselsteine speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts langsam wieder ab, was eine wichtige Voraussetzung für die Erzeugung frischer, duftender Weine ist. Frische, ein blumiges Bouquet und eine zarte, harmonische Note sind für Weine aus der Prosecco-Traube besonders wichtig.

Das Weingut der Familie Marion
Das Weingut La Jara befindet sich seit 1891 im Besitz der Familie Marion, ist aber durch die Teilung des Anwesens auf 40 Hektar geschrumpft. Seit 1990 wird es von den Brüdern Massimo und Paolo mit großem Engagement bewirtschaftet. Die beiden Winzer ergänzen sich sehr gut in der Weinbergs- und Kellerarbeit. Ein wichtiges Anliegen der Familie ist die Auswahl alter Rebstöcke, um die lokalen Klone zu erhalten, da diese widerstandsfähiger gegen die zahlreichen Rebkrankheiten sind. Die Weinberge werden aus Überzeugung sehr sorgfältig bearbeitet, und der Einsatz von Kunstdünger und Chemikalien ist tabu. Bei der Düngung der Weinberge geht der Betrieb eigene Wege. Mit einer Rinderfarm wurde ein Vertrag über den Ankauf von Rindermist abgeschlossen, denn einwandfreier Dünger ist ein rares Gut. Auch der Bau eines modernen und technologisch fortschrittlichen Weinkellers lässt den Qualitätsgedanken nicht außer Acht, wie Sie bei einem Besuch der Kellerei feststellen können. Bemerkenswert ist auch, dass die gesamte Traubenlese und Kelterung der Kellerei an einem einzigen Tag stattfindet.

Biologische Trauben und Produktionsmethoden
Es wird auf homogene Trauben mit dem richtigen Reifegrad geachtet, die sofort entrappt, schonend gepresst und der alkoholischen Gärung zugeführt werden. Die schonende Verarbeitung im Keller sichert die hohe Qualität der Trauben. Nur wenige natürlich vorkommende Hefen im Weinberg sorgen für eine vollständige Gärung des Mostes. Die Klärung des Mostes und des Jungweins erfolgt durch Schwerkraft. Um einen reibungslosen Gärverlauf zu gewährleisten und unerwünschte Aromen zu vermeiden, werden keine gekauften und industriell hergestellten Trockenhefen verwendet. Deshalb werden die wichtigen Weinhefen auf dem Weingut selbst vermehrt. Für die zweite Gärung, die traditionell im Tank durchgeführt wird und mehrere Wochen dauert, werden dem fertigen Grundwein kellereigene Hefen und Zucker zugesetzt. Je länger die zweite Gärung dauert, desto feiner ist die Perlage und desto besser wird die Kohlensäure im Wein gehalten. Bei der Weinbereitung werden keine aggressiven Eingriffe vorgenommen, und der Wein wird vor der Flaschenabfüllung schonend gefiltert. Letztlich sind dies alles wichtige Schritte für die Qualität, Integrität und Reinheit des Endprodukts. Schlussfolgerung: Bei La Jara wird nicht nur im Weinberg, sondern auch im Weinkeller auf Qualität und ökologischen Anbau geachtet. - Gerardo [TS04/24]


La Jara Venetien © www.lajara.it

Steckbrief
NameLa Jara
RubrikVenetien
Gründungsjahr1991
EigentümerFamilie Marion
ÖnologePaolo Marion
Jahresproduktion (Fl.)300.000
Rebfläche (Hektar)40
TraubenzukaufNein
BewirtschaftungNaturnah
Familiengeführt / KleinkellereiJa

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